Lieber nicht lesen!
Wie der Eine oder Andere von Euch weiß, werden im meinem Wohnblock derzeit neue Fenster eingebaut. Heute und morgen ist meine Wohnung dran. Als ich dann so gegen 1930 nach einem harten Arbeitstag meinen Wohnung betrat, bot sich mir folgendes Bild:
Ich hab erst überlegt, ob die Fensterbauer nicht wissen, dass in Wohnungen mitunter tatsächlich Menschen wohnen und diese Menschen jene Wohnungen besonders zum übernachten benötigen, speziell gegen Ende Oktober, wenn das Schläfchen unter der Brücke oder im Stadtpark doch zu luftig wird. Da mich meine Erwägungen aber nicht weiterbrachten, beschloss ich zum Hauswart zu gehen und diesen mit meiner Situation zu konfrontieren (ja, ich habe einen in der Miete inbegriffenen 24h Hausmeisterservice). Ich klingelte an seiner Wohnungstür, er öffnete (in Schlüppern) und begrüßte mich mit: "Scheiße, du bist ja da!" Wie sich herausstellte, ging er davon aus, dass ich diese Woche gar nicht da bin, und die Fensterbauer somit, nachdem sie Fenster eins erledigt hatten, mein Schlafzimmer gleich für morgen "vorbereitet" haben. Mit diesen Informationen und dem Wissen über den Lagerplatz meines Bettzeugs kehrte ich in die Wohnung zurück und werde mir jetzt gleich einen Winkel suchen, in dem ich mich diese Nacht verkrieche...
theralf - 26. Okt, 20:37
Heute war ich erstmals mit dem Fahrrad auf Arbeit. Als ich die Werkstatt schnaufend wie eine Dampflok erreichte, ahnte ich schon, dass der Rückweg noch viel schlimmer würde: ich wohne auf gefühlten 3000m üNN! Komisch, dass es hier im Mai nicht mehr schneit... Mein Arsch tut weh... Wie lange dauert es, bis sich der Körper an diese massive Belastung gewöhnt? N' Monat, was? Haha!
theralf - 25. Mai, 21:22
Heute sollte eigentlich für einen Monat mein letzter Autotag sein. Aber eine Verkettung bizarrer Zufälle verhinderte das. Folgendes trug sich zu: Ürsprünglich plante ich, das Kärtchen schon gestern zum Amt zu schaffen. Ging dann aber nicht, weil 1. das Amt montags nur bis Mittag auf hat; 2. der Kollege, der mich mit in die Berufsschule nehmen wollte, seine Ausbildung abgebrochen hat; 3. ich noch das Fahrrad kaufen musste; 4. heute nach der Schule eine Konferenz stattfand, an der ich teilnehmen sollte/wollte. Gut, so mein Plan, fahr ich nach der Konferenz nach Haus und dann mit dem Fahrrad zum Amt. Da ich den Lappen dringend am 19. 6. wieder brauche und die deutsche Amtsflexibilität kenne, musste ich ihn heute abgeben. Als die Versammlung gegen 1630 vorrüber war, sprang mein Auto nicht an - Licht angelassen, ich Depp! Also fix rüber zu BMW (jawohl, direkt nebenan, die größte und protzigste BMW-Niederlassung, die ich jemals sah!) und dort nach Starthilfe gefragt. Fehlanzeige. "Tut mir leid, keine Kapazitäten." "Aber es steht doch gleich da drüben, nicht mal zwei Min..." "Tut - mir - leid!" Also weitergesucht und auch Glück gehabt. Nicht weit, in ein paar alten Industriehallen hatten sich gleich mehrere Wald- und Wiesenautobastelwerkstätten eingenistet. Der erstbeste, den ich ansprach, hatte auch keine Zeit (Konjunkturschwäche sieht anders aus!), schickte mich aber weiter zur Werkstatt nebenan. Dort angekommen schilderte ich dem Schrauber mein Problem. Der bat mich dann, die Werkstatt zu verlassen, er müsse aufs Klo. Ich weiß nicht, ob er ein Pissoir in der Ecke hatte, in welcher er sich anschickte sein Wasser abzuschlagen, oder ob dort lediglich ein Gulli war. Ich Hatte auch nicht den Ehrgeiz das rauszufinden. Auf der kurzen Fahrt brachte ich in Erfahrung, dass es sich bei dem stark übergewichtigen, asthmakranken Mann um einen eingewanderten US-Amerikaner handelt. Ob er nur hergekommen ist um hier Autos ganz zu machen, hab ich nicht fragen können, die Fahrt war schon wieder beendet. Und der gute Kerl wollte nicht einen einzigen Cent! Es gibt noch selbstlose Menschen! Dann bin ich sofort losgedüst, so schnell es der Südberliner Feierabendverkehr zuließ und war tatsächlich noch 1755 beim Verkehrsamt. Als ich vor dem Wartezettelautomaten stand, war es auf meiner Uhr 1758, auf der des Automaten allerdings 1803. Als ich auf den Knopf drückte, blinkte auf dem Display das Wort: GESPERRT! Und mir war, als wenn aus der Kiste ein leises blechernes Feixen drang...
theralf - 19. Mai, 19:14
Aufgrund gewisser Unstimmigkeiten zwischen der brandenburger Polizei und mir, was die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Straßen mit statistisch häufigen Wildunfällen betrifft, bin ich leider die nächsten Wochen gezwungen, mit dem Fahrrad auf Arbeit zu fahren. Ich besitze seit ca neun Jahren (Erwerb des Mopedführerscheins) kein Fahrrad mehr, zumindest keins, was mir annähernd gewachsen war, und wollte auch nicht mehr zu der "niederen, gesetzlosen" Kaste der Verkehrsteilnehmer gehören. All diesen Umständen Rechnung tragend, habe ich heute den billigsten Drahtesel gekauft, der sich finden ließ. Beim Baumarktdiscounter mit der blauen Schrift auf gelbem Untergrund. Denn da war auch noch 25% Rabatt (auf alles was keinen Stecker hat). Für 75 Euro gabs dann das:
Nach ner knappen Stunde gefriemel (ja lacht ruhig) sah es dann so aus:
Verratet bitte meinem Motorrad nichts!
theralf - 18. Mai, 18:00
Aufgrund massiver Differenzen mit der Chefetage (in Verbindung mit einem gewissen "Projekt") sah ich mich gezwungen, meine Ausbildung bis auf Weiteres zu beenden. Mal sehen, was ich jetzt mache... Hat jemand Arbeit?
theralf - 1. Apr, 18:24
So, nun sitze ich seit Montag hier rum und bin krank geschrieben. Ich hab mir aus Unachtsamkeit die Hand verbrannt. Nun ist die Wunde auch noch vereitert und ich muss Antibiotikum nehmen. Schöner Mist!
Hm, is tatsächlich bißchen eklig. Aber gestern sah es noch weitaus wiederwärtiger aus. Die Moral von der Geschicht: Spiel ohne Handschuh mit dem Feuer nicht!
theralf - 18. Mrz, 09:25
Gestern habe ich von einem Fernsehsender, den ich leider vergessen habe, erfahren, dass man am Unfallort Haideres einen Gebetsstock zu errichten gedenkt. Private österreichische Quellen berichteten mir, dass die Formeln "Grüß Jörg", "Jörg sei Dank" und "Jörgverdammich" dort mittlerweile aus dem intuitiven Sprachgebrauch nicht mehr weg zu denken sind! Und vielleicht, wenn Papa Ratzinger mal wieder etwas tiefer in den Meßweinkelch illert, ist auch ne offizielle Heiligsprechung drin... Wir Deutschen halten schließlich auch über den Tod hinaus zusammen!
theralf - 2. Mrz, 20:05
Heute habe ich mich beim Zubereiten von Nahrung selbst in...die Nase geschnitten. Richtig mit Blut und so! Da ich über meine eigene Dusslichkeit lachen kann, hatte ich also ne Menge Spaß!
theralf - 3. Feb, 21:42
Heute nach der Arbeit bin ich aus Versehen zum Schnorrer geworden. Das lief so:
Ich: Guten Abend!
Bäckereifachverkäuferin: Guten Abend!
Ich: Ich hätte gern zwei Semmeln - oh, Moment, muss erstmal sehen, ob mein Geld noch reicht... (stöbere im Portemonnaie herum) Ojeh, tja, also nur eine Semmel...
Bäckereifachverkäuferin: Hmm...naja...also ich geb ihnen mal zwei, die verkaufe ich heute sowieso nicht mehr (lächelt sanft)!
Ich: Da sage ich nicht nein! Vielen, vielen Dank! (Vielleicht hätte ich noch "Gott segne Sie!" während eines Hustenanfalls hervorstoßen sollen, des Klischees wegen, aber ich hab keinen Husten)
Also, wer nichts dagegen hat, in Prekariatskleidung (abgewetzte Hose, runtergekommene Bauarbeiterjacke, offene, ausgelederte BW-Kampfstiefel) und Assi - Look (feuchtes, wirres Haar, struppiger Wunderlicher-Alter-Zausel-Bart) herumzulaufen, hat gute Chancen, auch mal Almosen abzustauben!
theralf - 1. Dez, 18:48
Dies war der Slogan der DVU zur eben zuendegegangenen Kommunalwahl hier in WadH. Daran kann man deutlich erkennen, dass die DVU keine von diesen zur Handlungsunfähigkeit verdammten sogenannten demokratischen Parteien ist. Ja, nur die DVU kann mit ihren zu erwartenden ein bis zwei Stadtratsitzen problemlos in Landes-, Bundes- und Europapolitik eingreifen, zwei bis drei Naturkatastrophen verhindern und noch ein kleines Kind aus einem brennenden Haus retten. Dazu hätte sie nur jemand wählen müssen. Hab ich aber dann doch nicht.
theralf - 28. Sep, 18:07