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Arbeit fetzt

Donnerstag, 19. November 2009

Lehrstunde

Heute hat mich mein Chef von der Arbeit befreit, damit ich schmieden kann. Aber nicht nur mit Alex, sondern auch mit zwei Klassen lernschwacher Berufsschüler. Ich hab mir extra den kleinen (100kg) Amboss von meinem Chef geliehen, damit auch alle genug Platz haben, sich auszutoben. Und genau das haben sie auch getan! Mit Begeisterung, Fleiß, Ausdauer und Wissbegier waren alle bei der Sache, eben total Feuer und Flamme! Von Lernschwächen war nichts zu spüren! Wir haben mit einigen Grundübungen begonnen, und dann konnte jeder sein Können weiter erproben um zum Beispiel Blätter oder kleinere Messer herzustellen. Am späten Nachmittag erklärte Frau Buresch (die Lehrerin) den Unterricht zwar für beendet, aber einige blieben noch, um ihre Werkstücke fertig zu machen. Schöner Tag!

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Die Männer.... (Halb verdeckt übrigens Alex.)

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...und ihre Waffen (und Blätter).

Mittwoch, 11. November 2009

Uhrmacher

Heute habe ich zwei Blätter ausgeschnitten. Aus Stahlblech (1mm), Länge ca 85cm. Dabei habe ich zwei neue Werkzeuge kennen gelernt: Eine elektrische Handblechschere (das gezeigte Modell ist möglicherweise von vorm Krieg) sowie ein Nibbler (u.U. auch als Knabber bekannt, Hauptsache Doppel "b") . Danach hab ich noch angefangen, Adern in die Blätter zu meißeln. Dazu hab ich mich auf einen Stuhl gesetzt, da ich die Augen möglichst nahe am Tisch haben musste, um zu sehen, was der Meißel macht. Damit ich alles gut erkenne, hab ich mir noch ne Lampe hingebaut. Aufgrund des Gesamteindrucks nannten meine Kollegen diesen Arbeitsplatz "Uhrmacherwerkstatt". Abgesehen davon, dass ein Uhrmacher möglicherweise keinen 1000gHammer und nen Meißel aus nem ehemaligen Panzerkettenbolzen verwendet, ist das treffend beschrieben!

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v.l.:Hammer, Rundfeile, Stuchsäge, Handblechschere, elektrische Handblechschere

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Uhrmacherwerkstatt


Und heute war ich beim Zahnartzt. Wieder raus gekommen bin ich mit dem Urteil der Zahnärztin, dass meine Zähne "kerngesund" seien und nem Kostenvoranschlag für ne Spezialzahnreinigung über € 77,55. Mal sehen, ob ich was handeln kann...

Samstag, 17. Oktober 2009

Bewegte Bilder

...gibts jetzt vom letzten Schmieden bei Alex. Is leider noch nicht so showmäßig, wie ich das gern hätte, aber trotzdem ganz anschaulich.

Eins

Zwo

Leider kann ich bei diesem Bloganbieter die Videos nicht direkt einbinden, Ihr müsst also die links anklicken.

Montag, 12. Oktober 2009

Mulchtruckin'

Heute war ein toller Tag! Morgens nach Berlin aufgebrochen um ein Kreuz von einem postmodernen Kirchendach zu entfernen. Hätten wir es nicht heute getan, wäre es in den nächsten Wochen durch einen Herbststurm von selber runtergefallen. Das ca drei Meter hohe Geschoss war nämlich eine mit Kupferblechen beschlagene Holzkonstruktion, in den ca 70 Jahren ihres Bestehens von innen völlig verfault. Ich war leider nur Absperrposten auf der Straße, konnte aber einige Passanten vor dem absolut tötlichen Holzsplitterhagel bewahren, in den sie sonst blindlings gelaufen wären...

Nachmittags war ich dann (wie schon letzten Freitag) Rindenmulch holen, weil sich mein Chef mokiert hat, ich hätte viel mehr mitbringen sollen. Diesmal hab ich den Radladerfaher angewiesen, ruhig ordentlich was draufzuhauen, was er dann auch gemacht hat. Danach bin ich auf die Ladefläche gekrochen und hab den Mulch in alle Ecken verteilt, woraufhin ich den Radladermeister nochmal heranwinkte. Als ich Ihm gestikulierend zu verstehen gab, er möge nochmal n bißchen draufschmeißen, schüttelte er den Kopf und machte ein schmerzverzerrtes Gesicht. Ich stellte mich breitbeinig neben meinen Laster, verschränkte die Arme, sah ihm in die Augen und nickte entschlossen. Er zuckte nur mit den Schultern, kippte fast die ganze Schaufel rein, bis es an den Rändern drüberrieselte, quetsche alles mit seinem mächtigen Gerät platt (Rindenmulch ist sehr elastisch, bringt also nichts) dass die Blattfedern ächzten und rauschte feixend davon. Zu meinem Erstaunen konnte ich einen Großteil mit meinem Netz abdecken. Die Frau an der Waage bestätigte: 5m³ Ridenmulch mit einem Gesamtgewicht von 1340kg. Auch mein Chef war beeindruckt.

Leider hab ich meinen Fotoapparat auf Arbeit liegenlassen...

Jetzt:


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Montag, 28. September 2009

MAG II

Letzte Woche war mal wieder Schweißerlehrgang. Diesmal am acht Millimeter-Blech in PA, PB, PC und PF -Position sowie am zwölf Millimeter-Blech in PB-Position mit anschließendem Bruchtest.
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Bruchprobe. Bei ca 15 Tonnen Belastung gibt die Schweißnaht nach.

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Acetylen-Sauerstoff-Brennschneiden eines acht Millimeter-Bleches mit Hilfe einer Brennschneidemaschine zur Schweißnahtvorbereitung.

Und weil wir uns so viel Mühe gegeben haben, hat der Prüfingenieur Alex und mir für unsere PB-Naht am 12mm-Blech die Schweißzulassung nach EN 287-1 135 P FW 1.1 S t 10 PB ml erteilt!

Dienstag, 15. September 2009

Schuh und Straße

Heute hab ich meine erste Dienstfrachttour gemacht, nämlich zur Sandstrahlerei, ein altes Hoftor und eine Ladung gusseiserne Wendeltreppenstufen abholen. Die liegt ca 15km von unserer Werkstatt weg, wenn man den kürzesten Weg über einsame Plattenstraßen durch die Prärie nimmt:

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Außerdem habe ich nach nunmehr über zwei Dienstjahren neue Schuhe erhalten!

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Und leider musste ich feststellen, das das Display meines Fotoapparates kaputt gegangen ist. Ich kann nicht mehr richtig zielen...

Mist.

Montag, 14. September 2009

Auf Achse

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Nach einer langen Zeit der Ungewissheit darf ich mit Stolz die wichtigste Vollzugsmeldung des Jahres erstatten: Heute habe ich die CE-Führerscheinprüfung bestanden! Beim Aussteigen spürte ich ein seltsames Gefühl in meinem Rücken. Als ich später in den Spiegel guckte, sellte ich fest, dass meine Schultern ca. zehn Zentimeter breiter geworden sind (beim Duschen hab ich auch weiter unten nachgeguckt, aber da ist nix passiert). Die Prüfung selbst war sehr amüsant, denn der Prüfer und mein Fahrlehrer gaben die ganze Zeit abwechselnd zotige Witze zum Besten und freuten sich selbst sehr darüber. Auf Wunsch wiederhole ich den ein oder anderen gern im privaten Rahmen. Klasse, dass auch Fahrschulprüfer Spaß bei der Arbeit haben dürfen! Und sobald das Verkehrsamt alle meine Papiere erhalten, geprüft und bestätigt hat (frühestens nächste Woche), erhalte ich auch meinen Travelpussy-Erwerbsschein.

Donnerstag, 3. September 2009

Stoob

Heute haben wir zu dritt in strömendem Regen ein Hoftor montiert. Die Arbeit war ok, nicht übermäßig schwer und verlief auch ohne nennenswerte Komplikationen. Der Bauherr, Rentner, guckte uns zu, kam ab und zu herbei um die ein oder andere Frage oder Anmerkung loszuwerden, aber ohne zu nerven. Plötzlich ging er ins Haus, kam wenig später wieder und drückte jedem von uns einen Fünfzigeuroschein in die Hand. "Schlechtwettergeld" sprach er.

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Selbst für den Premiumgatronomie- und Hotelsektor sollte das noch ein stattliches Einzeltrinkgeld sein.

Konsequenz: ich habe Herrn H. meine Telefonnummer aufgeschrieben damit er mich anruft, falls er mal Hilfe im Garten oder so braucht. Er schien dem Vorschlag nicht abgeneigt...

Mittwoch, 2. September 2009

Schuffel

Heute habe ich Klingen an Schuffelbleche geschliffen.

Was ist eine Schuffel?

Hierbei handelt es sich um ein Gartengerät, welches nur in dieser Region vorkommt. Es gilt hier als chic (schicke), zwischen Straße und Gartenzaun, sofern kein befestigter Bürgersteig angelegt ist, einen etwa 50 bis 100 Zentimeter breiten Dreckstreifen zu besitzen. Dieser Streifen wird weder von Passanten betreten, noch dürfen irgendwelche Pflanzen darauf wachsen. Da die lokale Flora im Gegensatz zu den Passanten aber unbelehrbar ist, muss sie auf jenem Dreckstreifen immer wieder ausgerottet werden. Weil der Preuße aber viel zu gut organisiert ist, um das mit bloßen Händen zu tun, hat er extra zu diesem Zweck ein Werkzeug entwickelt:

Ein flaches, scharfkantiges Blech, mit nem Stiel dran. Damit schuffelt er dann über seinen Dreckstreifen und schneidet so jedes aufkeimende Hälmchen schon an der Wurzel ab. Die Pflanzenreste kann er dann bequem mit einem Rechen entfernen oder aber vertrocknen und vom Wind wegwehen lassen.

Nach einiger Zeit, in der diese sympatisch-unsinnige Tradition in Vergessenheit zu geraten drohte, scheint sich nun eine Schuffelrenaissance anzukündigen. Da das Wekzeug aber nur lokale Bedeutung hat, kann man es nicht im Baumarkt kaufen. Bleibt also nur die in echter Handarbeit hergestellte Schuffel vom Schlosser um die Ecke!

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Preußische Qualitätsschuffeln aus hochlegiertem Manganstahl, handgenietet und geschliffen für optimale Schuffelergebnisse. Im Hintergrund eine alte Schuffel von Früher.

Dienstag, 4. August 2009

C done...

...CE to go.

Ne echte Zitterpartie, aber Dank eines vermutlich rot-grün-blinden oder sehr kulanten Prüfers doch noch im Kasten. Aber die Königsdisziplin steht mir noch bevor...

Stahl - und andere Härtefälle

Spruch der Woche: Mühe allein reicht nicht! -> Chef

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