Letzte Woche wurde mein kaputter Auspuff repariert. Das Auto mittels Gabelstapler angehoben, Böcke zur Sicherung drunter und dann die Bruchstelle mittels
Autogenschweißen zusammengefügt.
Hier noch ein paar Videos:
http://www.youtube.com/watch?v=GPq-nI_MJKE
http://www.youtube.com/watch?v=lUsrR_YxG8k&feature=channel
theralf - 30. Jan, 10:00
Nach der heutigen Plasmaspende wollte ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit ein Heißgetränk konsumieren. Beim zuständigen Automaten angekommen wählte ich aus dem reichen Angebot eine Geschmacksrichtung aus und betätigte den entsprechenden Schalter. In diesem Moment fiel mir jedoch ein, dass ich nicht, wie vorgeschrieben, eine der bereitstehenden Tassen unter den Heißgetränkaustrittstutzen gestellt hatte. Nun hatte ich zwei Optionen: Die Brühe in den Ausguss laufen lassen, pfeifend mit den Händen in den Taschen weiter schlendern, um so vorzutäuschen, dass ich niemals auch nur im Traum daran gedacht hätte, mir Kaffee zu holen, oder aber heldenhaft beherzt drei Meter rüber zum Schrank zu hechten, mir ne Tasse zu holen und damit den Rest der Tunke aufzufangen. In den wenigen Sekundenbruchteilen, die mir zur Entscheidungsfindung blieben, stellte ich fest: Es befinden sich zu viele Leute in unmittelbarer Umgebung, um die Benutzung des Automaten wirkungsvoll zu vertuschen. Diese Möglichkeit schied also aufgrund der Peinlichkeit (vorwurfsvolles Kopfschütteln der Umstehenden und gemurmel wie "So jeht der Bengel mit unseren Ressourcen um!" "Da is extra n Schild dranne, wo duffsteht TASSE UNTASTELLEN, und der kapiert det nich!") aus. Ein Blick in Richtung Tassenschrank machte mir jedoch auch keine großen Hoffnungen: keine sauberen Tassen zu sehen, nur eine Schwester, die sich gerade an der Spülmaschine zu schaffen machte. Aber ich musste los, gleich würde der Kaffee zu laufen beginnen! Ich setzte mich also in Bewegung und sah unterwegs, die Spülmaschine war voller sauberer Tassen! Also musste ich meine Flugbahn nach unten korrigieren, um nach den Tassen greifen zu können. Da ich meine Geschwindigkeit der verkürzten Strecke aber nicht angepasst hatte, krachte ich meine Stirn mit voller Wucht gegen die Schrankecke, wobei ein unheilvolles knacken zu hören war. Vollgepumpt mit Adrenalin fühlte ich keinen Schmerz, ich hatte ja eine Mission zu erfüllen! Tatsächlich konnte ich fast das gesamte Getränkevolumen auffangen! Als ich rumstand und auf das Ende des Abfüllvorganges wartete kam die Spülmaschinenschwester zu mir und fragte mich, ob alles in Ordnung sei. Ich bejahte erwartungsgemäß, sie aber wiedersprach mir und fügte hinzu ich soll sofort zur Ärztin ins Behandlungszimmer (durch dessen stets offene Tür diese mein Verhalten beobachtet hatte). Dort wurde meine kleine Platzwunde professionell mit einem Pflaster versorgt und ich durfte danach endlich mein Getränk trinken. Hat aber nicht geschmeckt.
theralf - 18. Jan, 17:30
Jaja, ich arbeite noch/wieder. Gestern hab ich den ganzen Tag Schnee geschippt und dem BW-Fahrschul-LKW auf dem Nachbargrundstück bei vielen vergeblichen Versuchen zugeguckt, sich wieder aus der Wiese zu befreien, die der Fahrlehrer für eine unter tiefem Schnee verborgene Betonfläche hielt, sich aber offenbar nicht gefagt hat, wieso diese im Gegensatz zu den übrigen Betonflächen auf dem Kasernengelände nicht geräumt ist. Etwa um 1300 sind die Kameraden stecken geblieben. Sie versuchten Äste unter die Antriebsräder zu werfen und nahmen sogar die von mir angebotenen Decken an, die bei uns sonst mit Wasser gertänkt werden, wenn bei Schweißarbeiten Schwelbrände drohen. Nichts half. Als ich gegen 1630 nach Hause aufbrach, kam mir ein 2to GL (Unimog) entgegen. Vermulich hat er es dann geschafft, denn heute morgen war keiner mehr da.
Außerdem Hat der Chef die Dusche renoviert, einen neuen Tittenkalender in die Garderobe gehängt und eine neue Flex Beschafft. Wenns jetzt noch Aufträge gibt könnten wir vielleicht auch wieder mit richtiger Arbeit anfangen.
theralf - 5. Jan, 21:26
Ich fühle mich, als hätte ich heute eben jenen gefunden! Ich habe nämlich nach nunmehr zweieinhalb Jahren Betriebszugehörigkeit bemerkt, dass der Drehpunkt des Sägeblattes unserer Kreissäge auf der Anschlaglinie des zu sägenden Materials liegt!
Daraus ergibt sich die Erkenntnis, dass die Entfernung vom Sägeanschnitt bis zum Ende vom Werkstück unabhängig vom eingestellten Geerungswinkel (90°, 60°, 120°, ect) immer gleich ist. Das ermöglicht auch die Benutzung eines Anschlags! Heureka!
Alles klar?
theralf - 10. Dez, 20:01
Letzte Woche habe ich ein einziges Werkstück produziert: Eine Laterne aus Kupferblech. Exakt von Montag 0645 bis gestern 1430. Das waren abzüglich aller Nebenbeschäftigungen (u.a. schmieden von Spitzen) etwa 31 Arbeitsstunden. Bei einem Bruttostundenlohn (ohne BAB) von ca € 3,36 landen wir bei € 104,16 Arbeitszeit. Hinzu kommen noch ca 0,3m² Kupferblech á 1,5mm Stärke (ja, gab n bißchen Verschnitt) zu einem von mir recherchierten Preis von 322,40 €/m², also € 96,72. Dann kommen noch Messing und Zinndraht sowie Acetylen/Sauerstoff und Propangas zum Hart- und Weichlöten dazu. Dafür veranschlage ich sehr optimistisch € 30. Macht also insgesamt € 230,88! Für eine Lampe, die stilistisch bestenfalls als unspektakulär bezeichnet werden kann und obendrein nicht wirklich perfekt verarbeitet ist. Duch das viele Löten hat sie überdies eine sehr häßliche, unregelmäßige Oxydschicht bekommen. Ich wöllte diese Laterne nicht mal für zwanzig Euro haben. Aber, nun weiß ich, wie man Lötet. Stellt Euch nur mal vor, ich wäre Facharbeiter. Der braucht vielleicht nur zehn Stunden á € 25(? denk ich mal). Dann käme das Ding gar 350 Euro! Die Lampe hab ich übrigens nach einem industrieell gefertigten Modell aus Stahlblech gebaut. Von nem Discounter zu € 7,99...

theralf - 5. Dez, 23:08
Heute hat mich mein Chef von der Arbeit befreit, damit ich schmieden kann. Aber nicht nur mit Alex, sondern auch mit zwei Klassen lernschwacher Berufsschüler. Ich hab mir extra den kleinen (100kg) Amboss von meinem Chef geliehen, damit auch alle genug Platz haben, sich auszutoben. Und genau das haben sie auch getan! Mit Begeisterung, Fleiß, Ausdauer und Wissbegier waren alle bei der Sache, eben total Feuer und Flamme! Von Lernschwächen war nichts zu spüren! Wir haben mit einigen Grundübungen begonnen, und dann konnte jeder sein Können weiter erproben um zum Beispiel Blätter oder kleinere Messer herzustellen. Am späten Nachmittag erklärte Frau Buresch (die Lehrerin) den Unterricht zwar für beendet, aber einige blieben noch, um ihre Werkstücke fertig zu machen. Schöner Tag!
Die Männer.... (Halb verdeckt übrigens Alex.)
...und ihre Waffen (und Blätter).
theralf - 19. Nov, 19:28